Ab wann ist ein Tier alt?
Verschiedene Tierarten haben eine unterschiedlich lange Lebenserwartung.
Auch innerhalb der Art ist sie abhängig von Rasse (Siamkatzen werden meist älter als Perser),
Größe, Fütterung ( dicke Tiere altern und sterben früher),
Haltungsbedingungen (kastrierte Tiere leben deutlich länger)
und der individuellen Krankheitsanfälligkeit.
Allgemein kann man sagen, dass große Hunde mit 6- 8 Jahren alt sind, kleine Hunde und Katzen mit 8-10 Jahren.

Was ändert sich im Alter?
Der Bedarf des Tieres an Eiweiß in der Nahrung steigt, der Energiebedarf nimmt ab.
Es gibt spezielle Futtermittel und Vitaminmischungen für ältere Tiere,
die darauf die geänderten Bedürfnisse abgestimmt sind. Zahn- und Zahnfleischerkrankungen
nehmen zu, Magen und Darm arbeiten langsamer und sind anfälliger, Leber und Niere
zeigen erste Verschleißerscheinungen, Blasensteine und Harnwegserkrankungen treten auf.
Chronisch überlastete Gelenke (auch die Bandscheiben!) beginnen zu schmerzen,
die Herzleistung nimmt ab, Atemprobleme können die Folge sein.
Wetterumschwünge belasten Kreislauf und Gelenke mehr als früher. Ältere Tiere hören,
sehen und riechen schlechter, auch das Gedächtnis lässt nach.
Der Hormonhaushalt kann aus dem Gleichgewicht geraten, Diabetes
oder Schilddrüsenprobleme entstehen. Die Haut als Barriere zur Außenwelt wird trockener,
schlechter durchblutet und damit empfindlicher.
Tumorerkrankungen können in den verschiedensten Organen auftreten.
Noch bevor die ersten Symptome auftreten werfen Viele dieser Erkrankungen
"ihren Schatten voraus". Wenn sie bei Vorsorge- Untersuchungen erkannt werden,
lassen sie sich vermeiden oder durch rechtzeitige Maßnahmen positiv beeinflussen.
Die ersten Symptome treten damit später auf, das Leben des Tieres bleibt länger unbeschwert.
Aber auch bei bereits vorhandenen Erkrankungen können oft Schmerzen
verringert und ein langsameres Fortschreiten unaufhaltsamer Prozesse bewirkt werden.
Früherkennung bedeutet hier Lebensverlängerung.

Ab wann sind Altersvorsorge-Untersuchungen sinnvoll?
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sollten beginnen, wenn das Tier gesund ist.
So erhält man die individuellen Gesundwerte, die mit den späteren Befunden verglichen werden.
Für die Katze sind Vorsorgeuntersuchungen ab 8 Jahren sinnvoll,
für Hunde kleiner Rassen ab 10 Jahren, für Hunde großer Rassen ab 8 Jahren.

Wie schaut die Vorsorge-Untersuchung aus?

Die Altersvorsorge- Untersuchung bei Hund und Katze umfasst
eine gründliche Allgemeinuntersuchung, Blutwerte und die Erstellung des Harnstatus (Morgenharn).
Wenn sich dabei Hinweise auf eine Erkrankung ergeben,
können weiterführende Untersuchungen
(Röntgen, Ultraschall, Endoskopie, spezielle Laboruntersuchungen)
angeschlossen werden.

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